Sonnenhaus, das Energiekonzept der Zukunft

Der Verein "Initiative Sonnenhaus Österreich" versteht sich als unabhängiges Kompetenzzentrum und Interessensvertretung für alle Belange rund um das zukunftsweisende Bau- und Heizkonzept Sonnenhaus.

Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, das Konzept des Sonnenhauses in Österreich zu forcieren und als Baustandard zu etablieren. Dabei geht es vor allem um die Bau- und Heiztechnik, die das Sonnenhauskonzept auszeichnet. Der Verein informiert zukünftige Bauherren über Sonnenhäuser, energieeffizientes Bauen und Sanieren sowie Fördermöglichkeiten und kümmert sich außerdem um die Schulung der MitarbeiterInnen von ausführenden Unternehmen, um höchste Umsetzungsqualität zu gewährleisten. Seit kurzem ist die Initiative nun auch Partner von klima:aktiv und bietet Sonnenhäuser nach klima:aktiv Gebäudestandard.

Neben dem von klima:aktiv geforderten minimalen Energieverbrauch wird dabei beim Sonnenhaus-Konzept besonderes Augenmerk auf die Verwendung erneuerbarer Energien für Heizen und Warmwasser gelegt. Die wenige, noch benötigte Energie, wird durch die Sonne bereitgestellt. Im Vergleich zu konventionellen, vor allem fossilen Energieträgern wie Heizöl, Gas aber auch Strom steht sie kostenlos zur Verfügung, wodurch bei einem Sonnenhaus sehr geringe Heizkosten anfallen und der Primärenergiebedarf deutlich reduziert werden kann. Die Nutzung von Sonnenenergie ist außerdem die ökologischste Art der Beheizung von Gebäuden, da diese Energie im Gegensatz zu allen anderen Energieformen praktisch unendlich zur Verfügung steht und keine CO2-Emissionen erzeugt.

Gefördert werden innovative solarthermische Anlagen, die eine solare Deckung am Gesamtwärmebedarf eines Ein- oder Zweifamilienwohnhauses von mindestens 70% erreichen. Die Förderaktion umfasst Neubauten, Bestandsgebäude und Sanierungsprojekte. Neben der solarthermischen Anlage werden auch Holzheizungen oder Wärmepumpen als Zusatzheizung neben der Solarwärmeanlage gefördert. Besonders innovative Projekte werden in das Begleitforschungsprogramm aufgenommen und mit einem erhöhten Fördersatz für das Gesamtsystem unterstützt. Die Auswahl der Projekte für das Begleitforschungsprogramm erfolgt durch ein ExpertInnengremium. Sämtliche im Rahmen des wissenschaftlichen Begleitprogramms gewonnenen Erkenntnisse werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.
Der Fördersatz liegt bei maximal 50 % der umweltrelevanten Mehrinvestitionskosten und wird nach dem Heizwärmebedarf des Gebäudes (HWB) bemessen. Der Nachweis des Heizwärmebedarfs und des solaren Deckungsgrades ist mittels Berechnung nach Passivhaus Projektierung Paket (PHPP) zu erbringen

(Quelle: klima:aktiv, Klima- und Energiefonds).